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DIEFFENBACHER Fiber2Fiber-Anlage in Betrieb genommen

Weltweit erstes System dieser Art recycelt erfolgreich Faserplatten für Unilin in Bazeilles, Frankreich

Im Herbst 2025 hat die neue DIEFFENBACHER Fiber2Fiber-Anlage von Unilin erfolgreich die ersten Fasern aus recyceltem Faserplattenmaterial hergestellt. Die Faserplatten-Recyclinganlage im industriellen Maßstab ist nun in Betrieb und wurde vollständig in den laufenden Produktionsprozess im MDF-Werk von Unilin im französischen Bazeilles integriert. Die Anlage ist die weltweit erste, die sowohl interne Faserplattenabfälle wie Produktionsreste und andere Reststoffe aus der Faserplattenherstellung als auch Post-Consumer-Faserplattenmaterial, zum Beispiel aus Sperrmüll, recyceln kann.

„Wir freuen uns über die erfolgreiche Integration unserer neuen Fiber2Fiber-Anlage von DIEFFENBACHER in unsere bestehende MDF-Produktionslinie. Das System ist weltweit einzigartig, ebenso wie es die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Unternehmen bei diesem Projekt war. Diese Innovation ermöglicht es uns, Recyclingfasern in unsere Dekorproduktreihen wie die Master Oak-Kollektion zu integrieren, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen“, erklärt Jan Gallet, General Manager MDF bei Unilin.

„Ich kann das Kompliment nur zurückgeben. Wir sind sehr stolz auf die erfolgreiche Integration. Damit kann nun jeder sehen, wozu unser einzigartiger Fiber2Fiber-Prozess in der Lage ist“, freut sich Michael Rupp, Leiter der Business Unit Recycling bei DIEFFENBACHER. „Mit der Entwicklung von Fiber2Fiber haben wir erreicht, was bisher als unmöglich galt: Faserplatten im industriellen Maßstab wiederverwertbar zu machen. Mit dieser Innovation unterstützen wir nicht nur die Kreislaufwirtschaft, sondern setzen auch neue Maßstäbe für nachhaltige Produktion in der Branche“, ergänzt er.

Die Kerntechnologie von Fiber2Fiber besteht in der Verwendung von Dampf zur Rückgewinnung von Fasern aus alten Faserplatten. Im FiberXtractor von DIEFFENBACHER werden die Faserplattenabfälle in einem geschlossenen Dampfexplosionsbehälter ausschließlich mit Wasserdampf aufbereitet. Wenn der Druck schnell abgelassen wird, bewirkt der Dampf, dass die Faserplatten aufgebrochen und die Fasern getrennt werden, ohne dass ihre ursprüngliche Struktur dabei beschädigt wird. Diese Fasern werden dann unmittelbar für die Herstellung neuer Faserplatten wiederverwendet, was die wirtschaftliche und technische Machbarkeit des Verfahrens belegt.

Einer der wesentlichsten Vorteile des Fiber2Fiber-Prozesses und ein Alleinstellungsmerkmal der DIEFFENBACHER-Lösung ist, dass sowohl interne Produktionsabfälle als auch Post-Consumer-Materialien verarbeitet werden können. Letztere stellen aufgrund von Verunreinigungen wie Sand, Silikat und Beschichtungen, die vor der Rückführung der Fasern in den Produktionsprozess entfernt werden müssen, eine besondere Herausforderung dar, für die DIEFFENBACHER eine fortschrittliche Reinigungstechnologie entwickelt hat. Die einzigartige Sichtertechnologie von DIEFFENBACHER stellt sicher, dass nur saubere Faserfraktionen verarbeitet werden. Der gesamte Prozess ist so konzipiert, dass er in bestehende Produktionslinien integriert werden kann, und bietet damit die nötige Flexibilität und Skalierbarkeit, um den Anforderungen verschiedener Holzwerkstoffhersteller und ihrer Endprodukte gerecht zu werden.

 „Unser Fiber2Fiber-Prozess hebt sich in mehrfacher Hinsicht von anderen Verfahren ab“, erklärt Jean-Christophe Zimmermann, Vertriebsleiter der Business Unit Recycling bei DIEFFENBACHER. „Zuerst einmal erzeugt er hochwertige Fasern, die sich nicht von Fasern aus Frischholz unterscheiden. Zweitens entfernt er Verunreinigungen und Beschichtungen effektiv, wodurch die recycelten Fasern für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden können. Und drittens ist der Prozess so robust und unempfindlich gegenüber Verunreinigungen, dass auch bei unterschiedlichen Ausgangsmaterialien eine gleichbleibende Qualität der Endprodukte gewährleistet ist. Diese und viele weitere Vorteile machen Fiber2Fiber zur ersten Wahl – nicht nur für Unilin, sondern für jeden Faserplattenhersteller, der das Recycling von Faserplatten in Betracht zieht“, fasst er abschließend zusammen.

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